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DIE GEFÄHRDUNG UND SCHÄDIGUNG VON KINDERN DURCH MOBILFUNK
MOBILFUNK - AUSWIRKUNGEN AUF DIE MENSCHLICHE GESUNDHEIT
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DIE GEFÄHRDUNG UND SCHÄDIGUNG VON KINDERN DURCH MOBILFUNK
Auszüge aus der 1. Auflage vom September 2008 der Schrift
 
DIE GEFÄHRDUNG UND SCHÄDIGUNG VON KINDERN DURCH MOBILFUNK
Ärztliche Beobachtung – wissenschaftliche Erkenntnis – gesellschaftliche Erfahrung
Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt u. Demokratie e. V. Heft 2
 
(Zu bestellen bei Bürgerwelle e. V., Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog, in D-95643 Tirschenreuth, Lindenweg 10, Tel.: 09631-795736, Fax: …34; Internet: www.buergerwelle.de)
 
1. Internationale Warnungen – deutsche Entwarnungen, von Prof. Dr. Phil. Karl Richter
 
Der Report der BioInitiative Working Group (S. 6)
… In der Sichtung von mehr als 2000 vorliegenden Studien zur Wirkung elektromagnetischer Felder kommt der Report zu dem Schluss, dass die Risiken der boomenden Techniken schnurloser Kommunikation enorm groß sind. An mehreren Stellen wird gesagt, dass sie für Kinder besonders groß sind ...:
„Langzeitexpositionen und kumulative Expositionen durch derart massiv erhöhte hochfrequente Strahlung haben in der bisherigen Geschichte der Menschheit nichts Vergleichbares. Die veränderten Strahlungsverhältnisse sind für Kinder, die inzwischen routinemäßig jeden Tag mehrere Stunden telefonieren, besonders auffällig.“
 
Ein internationale Appell von 20 Krebsspezialisten (S. 7)
Am 20. Juni 2008 haben 20 internationale Wissenschaftler, die meisten von ihnen Krebsspezialisten, … vor den Gefahren der Mobilfunktelefone gewarnt – insbesondere im Hinblick auf Kinder. Angesichts jüngerer Studien und beobachteter Akustikus-Neurinome [„gutartige“ Tumore im Kopf] wird das Risiko als „sehr hoch“ eingestuft – dem Lungenkrebsrisiko von Rauchern vergleichbar. … So wird u. a. gefordert: Handys gehören nicht in die Hand von Kindern unter 12 Jahren; niemand solle länger als wenige Minuten am Tage schnurlos telefonieren, …
 
Die Venedig-Resolution der International Commission on Electromagnetic Safety (ICEMS) (S. 7)
Die ICEMS ist eine Gruppe führender Wissenschaftler aus aller Welt, die sich mit den Auswirkungen der Exposition elektromagnetischer Felder auf die menschliche Gesundheit befassen. … In eindringlichen Appellen hat die Expertengruppe …vor den gegebenen Risiken und ihrer Vergrößerung durch den Einfluss der Industrie auf die Wege der Forschung gewarnt. In ihrer neuerlichen Resolution vom 5. Juni 2008 … stellt die ICEMS fest:
„Die Strahlungsschutz-Richtlinien für nicht ionisierende Strahlung, wie sie von internationalen Standard-Organisationen empfohlen und von der WHO unterstützt werden, sind unzureichend. Die existierenden Richtlinien basieren auf den Resultaten von Akut-Expositionsstudien und berücksichtigen nur thermische Effekte. Wir brauchen eine weltweite Anwendung des Vorsorgeprinzips. Zudem sollten neue Richtlinien entwickelt werden, welche die unterschiedlichen physiologischen Vorbedingungen berücksichtigen, z. B. Schwangerschaft, Neugeborenen, Kinder und ältere Menschen …
Wir widersprechen der Behauptung der Industrie schnurloser Kommunikation, es gebe keinen glaubhaften wissenschaftlichen Beweis von Risiken. Die gegenwärtige epidemiologische Beweislage ist stärker als je zuvor … Wir raten dringend, den Gebrauch von Handys und ähnlichen Geräten durch Kinder und Teenager einzuschränken …“
 
2. Starke Indizien der Schädigung. Ärztliche Beobachtungen … an Fallbeispielen (S. 11)
 
2.1 Der ’Fall Gaildorf’: Umzug als Therapie (S. 11)
Ein 13-jähriges gesundes Mädchen war mit seinen Eltern im Juni 1997 in ein ehemaliges Forsthaus gezogen. Es spielte häufig mit den Nachbarskindern auf einem ca. 50 m entfernten Bauernhof. Schon nach kurzer Zeit litt das Kind unter Schlafstörungen und Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwäche, Gleichgewichtsstörungen, Appetitlosigkeit und Benommenheit traten hinzu und hatten Fehlen und Leistungsabfall in der Schule zur Folge. Am ganzen Körper zeigten sich Schwellungen der Lymphknoten. Starke Blutbildveränderungen wurden festgestellt; es bestand Verdacht auf Leukämie.
Bei der Mutter, die im vierten Schwangerschaftsmonat war, traten zwei Wochen nach dem Einzug vorzeitige Wehen auf. Zwischen August 1997 und Januar 1998 musste sie mit kurzen Unterbrechungen stationär behandelt werden. Das Kind kam zu den Großeltern – die Symptome verschwanden. Als das Kind nach Geburt einer gesunden Schwester im Januar 1998 wieder nach Hause zurückgekehrt war, traten die früheren Symptome erneut auf. Doch auch die neugeborene Schwester litt erkennbar. Sie schrie Tag und Nacht: ihr Körper war angespannt und verkrampft.
Eine Untersuchung von Holz- und Staubproben ergab keine Hinweise auf Schadstoffbelastungen. Im Mai 1998 machte ein Arzt die Familie aufmerksam, dass ein Mobilfunksender neben dem Bauernhof für die Beschwerden verantwortlich sein könnte.
Die Familie verließ das Haus und nahm eine neue Wohnung. Der Säugling hörte auf zu schreien; die Muskeln lockerten sich. Die ältere Schwester war nach zwei Monaten wieder beschwerdefrei, ihr Blutbild in Ordnung. Geblieben ist der heutigen Studentin eine hohe Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Feldern, die sie in hochfrequenzexponierten Hörsälen nach wenigen Stunden erschöpft und handlungsunfähig macht. Die dritte Schwangerschaft der Mutter im Jahr 2000 verlief unauffällig.
 
2.2 Der ,Fall Haibach': Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) – Wachstumsstillstand …
Bei einem 10-jährigen Jungen aus Haibach traten im Juni 1999 schlagartig extreme Konzentrationsstörungen auf, verbunden mit Sehstörungen und Leseschwierigkeiten. Er litt unter Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, gedrückter Stimmung, Ohrgeräuschen, Gereiztheit, Kreislaufproblemen und Allergien. Die bis dahin gut durchschnittlichen schulischen Leistungen verschlechterten sich drastisch.
Besonders beunruhigend war jedoch ein Wachstumsstillstand, der für die Zeit von November 1999 (146 cm) bis Dezember 2000 (146 cm) vom Kinderarzt festgestellt wurde. Auch die Weitsichtigkeit verschlechterte sich erheblich. Zwischen Juli 1999 und Januar 2000 wurden 3 Augenärzte, 2 Ärzte für Naturheilverfahren, 3 Heilpraktiker, 2 Osteopathen und 2 Kinderpsychiater konsultiert. Keiner fand Anhaltspunkte, die die plötzlichen Veränderungen aus einer organischen Ursache oder sozialen Veränderungen erklären konnten.
Erst im November 1999 erfuhr die Familie von der Gemeinde, dass es sich bei dem Aufbau auf einem Haus in ca. 80 m Entfernung um einen Mobilfunksender handelte. Die Eltern machten sich kundig und fanden die Symptome ihres Sohnes in medizinischer Literatur als typische Folge von Hochfrequenzexposition beschrieben; nicht ganz so gravierende Beschwerden weiterer Familienmitglieder ebenso.
Um die Frage eines ursächlichen Zusammenhangs mit dem Sender zu überprüfen, schlief der Junge ab März 2000 bei seiner Großmutter in einem funkarmen Ortsteil von Haibach im Keller. Müdigkeit und Kopfschmerzen verschwanden sofort; die schweren Konzentrationsstörungen nach ca. 6 Wochen. Auch Mutter und Bruder brachte der Ortswechsel einen deutlichen Rückgang ihrer Beschwerden.
Im Sommer 2000 wurde das Haus an zwei Seiten abgeschirmt; die Familie konnte es wieder bewohnen. Die Sehstörungen des Sohnes besserten sich deutlich. Geblieben war eine gewisse Schwäche des Immunsystems mit erhöhter Infektanfälligkeit, außerdem eine starke Empfindlichkeit gegenüber jeglicher gepulster Hochfrequenzexposition. Im Garten bekam der Junge nach kurzer Zeit Kopfschmerzen.
 
Eine weit umfangreichere Dokumentation des Falles machen wir unter www.broschuerenreihe.net zugänglich. Sie umfasst die Ergebnisse augenärztlicher Untersuchungen, kinderärztliche Atteste, Aufzeichnungen zum Wachstumsverlauf und Auszüge aus Messprotokollen. Sie zeigt weiter, in welchem Umfang in der Nachbarschaft ähnliche gesundheitliche Beschwerden beobachtet wurden. Zehn von elf Kindern, deren Familien im Juni 2006 besucht wurden, litten seit sieben Jahren, teilweise extrem, unter folgenden Symptomen: Schlafstörungen, nächtliches Schwitzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörungen, extremer Leistungsabfall in der Schule, Reizbarkeit, Aggressivität, depressive Stimmung, häufige Infekte, Allergien, Sehstörungen. Von sieben Haushalten sind durchgeführte Abschirmmaßnahmen bekannt. In den Straßen am Sender häuften sich seit 2001 schwere Erkrankungen: Multiple Sklerose, M. Alzheimer, Lähmungen, Krebserkrankungen (3 mal Pankreas-Ca, 2 mal Gehirn-Tu, 1 mal Lungen-Ca bei Nichtraucherin, 1 mal Mamma-Ca, 1 mal Schildrüsen-Ca, 1 mal Hauttumor, 4 mal unbekannte Krebsart) und Todesfälle. Bei einem im Jahr 2000 geborenen Kind hatte sich 2007 ein seltener Tumor (Neuroblastom mit ungewöhnlicher Entwicklung) im Bauchraum manifestiert. ... Die Familie sah sich auch in diesem Fall schließlich zum Umzug in eine funkarme Wohnung gezwungen. Die Beschwerden bildeten sich zurück.
 
2.5 Der ,Fall Kempten': Die schnurlosen DECT-Telefone – die Antenne im Haus (S. 15) 
Ging es in den bisher betrachteten Fällen um Wirkungen von Antennen im Außenbereich, so im Folgenden um eine Antennenart im Inneren von Wohnungen und Häusern. Seit dem Umzug nach Kempten im Februar 1999 litt Laura (geb. 1998) unter Schlafstörungen. Von der ersten Nacht in der neuen Wohnung an wachte sie mehrmals weinend oder schreiend auf, hatte Alpträume. Tagsüber war sie blass, gereizt und unruhig, hatte dunkle Ringe unter den Augen. Gehäufte Infekte stellten sich ein, die sich in der Karteikarte der Hausärztin wie folgt niederschlagen: „Bronchitis, Windelsoor, V.a. [Verdacht auf] Nahrungsmittelallergie, Epistaxis, grippale Infekte, Laryngitis, Otitis, Sinusitis, Bronchitis, Tonsillitis, Immunmangelsyndrom, Varizellen, Fistel ,Abszess, Allergie auf Hausstaubmilben, Wachstumsbeschwerden, Cephalgie [Kopfschmerz], Ausschluss Meningitis, Pollinosis, V.a. Sehstörung, V.a. Stomatitis, Gelenkschmerzen, Scharlach."
Auffällig war, dass nichts grundlegend half; aber auch, dass Laura anlässlich von Besuchen bei der Großmutter gut schlief. Eine neue Spur brachte ein Vortrag über die Risiken von DECT-Telefonen, der die Eltern 2003 über die Risiken eines DECT-Telefons informierte, wie es der Vater in seiner ärztlichen Praxis unterhalb des Kinderzimmers installiert hatte. Zunächst wurde dieses Telefon jeweils nur nachts abgeschaltet, danach gänzlich entfernt. Das Ergebnis: Von der ersten Nacht an schlief Laura wieder durch, frei von Alpträumen. Auch die Infektanfälligkeit verringerte sich rasch.
Die unabsichtliche Provokation alter Symptome bestärkte die Annahme bestehender Zusammenhänge: Als die Eltern vergessen hatten, das DECT-Telefon abzuschalten oder Nachbarn das ihre wieder in Betrieb nahmen, kam es erneut vor allem zu Schlafstörungen, Alpträumen, Unruhe und Konzentrationsproblemen. Gerade auch solche unabsichtlich herbeigeführten Änderungen der räumlichen Bedingungen mussten auch in diesem Fall den Eindruck erhärten, dass die Belastung durch gepulste Hochfrequenzstrahlung mit größter Wahrscheinlichkeit die Ursache der beobachteten Symptome war. Einbildung oder Ängste scheiden aus, da Jahre hindurch nicht einmal die Eltern etwas von Risiken eines DECT-Telefons wussten, der Vater ein solches im Gegenteil als nützliche Ausrüstung seiner Praxis betrachtete.
 
 
3. Sensible Bereiche der biologischen Wirkung von Dr. rer. nat. Ulrich Warnke
 
3.3 Der oxidative / nitrosative Stress wird durch Mobil- und Kommunikationsfunk verstärkt
und verursacht Schäden an Genen, Spermien, Embryos und Blutschranken (S. 21)
Angesichts der vielen Untersuchungsergebnisse gibt es keinen Zweifel: Schwache Magnetfelder und elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung, wie sie beim Mobilfunk auftreten, können schädigende Moleküle (Freie Radikale) erzeugen. Fast immer sind das Biradikal O2 und das Radikal Stickstoffmonoxid NO von der Beeinflussung betroffen. Man spricht von reaktiven oxidativen und nitrosativen Spezies ROS und RNS. Werden diese Freien Radikale und ihre Folgeprodukte vom Organismus nicht hinreichend bekämpft und neutralisiert, zerstören sie funktionell wichtige Strukturen. Man nennt diesen Vorgang oxidativen Stress.
 
Kinderschädigungen, wenn Mütter und Väter elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt sind (S. 25)
… Wenn Mütter digital schnurlos während der Schwangerschaft telefonieren, ergibt sich danach ein Risiko von 54 % Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder hyperaktiv werden und Verhaltensstörungen wie Beziehungsschwierigkeiten zu Gleichaltrigen zeigen. Wenn diese Kinder vor Erreichen des 7. Lebensjahrs auch noch selbst mit Handy telefonieren, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 80 %. …
 
Schädigung der Embryo-Entwicklung (S. 25)
Mobilfunkexposition beeinflusst die Herzaktivität von Ungeborenen. Das Schlagvolumen des Herzens der untersuchten Föten wird vermindert, während die schwangeren Frauen mit Handy telefonieren … 
 
4. Zellbiologische Mechanismen der Schädigung
 
Der Faktor ‚Zeit’ (S. 29)
Der Zeitfaktor ist auch in der Frage der Wirkungen zu berücksichtigen. Intensität x Zeit = Wirkung: Das müsste die Formel sein, nach der die Belastung des Organismus berechnet wird. Der Grenzwert von 10 000 000 µW/m² lässt nicht nur eine Strahlungsintensität zu, die milliardenfach über der natürlichen Hintergrundstrahlung von 0,001 µW/m² liegt. Er ignoriert auch die Dauer der Strahlung. Der Grenzwert hat weder einen Bezug zur Zeit noch zur Biologie.
 
Stress von Erwachsenen und Kindern (S. 32)
Zusammenfassend wie vorausschauend halten wir fest: Die Wirkung technisch erzeugter elektromagnetischer Felder auf den biologischen Organismus ist in wachsendem Maße zu einem Stress-Faktor geworden, dem sich niemand entziehen kann. Kinder sind ihm in besonders fataler Weise ausgesetzt. Das normal-schnelle Wachstum, insbesondere das des lymphatischen Gewebes, wird durch fortdauernde Bestrahlung fehlgeleitet; der kindliche Organismus beantwortet den Stress mit einer vermehrten Produktion Freier Radikale. Stressproteine werden gebildet, die Entstehung (im Zellkern) und Wachstum (im Zytoplasma) von Gewebe begünstigen, das zu Krebszellen entarten kann. Eine natürliche Entwicklung wird in Richtung Krankheit umgeleitet.